Älter werden in Pfinztal

Veröffentlicht am 14.05.2017 in Veranstaltungen

"Älter werden in Pfinztal" so lautete der Titel eines Forums der SPD Pfinztal. Mit wenigen Zahlen unterstrich Gemeinde- und Kreisrätin Dagmar Elsenbusch die Wichtigkeit des Themas. Die höhere Lebenserwartung lässt schon in den nächsten Jahren einen überproportionalen Anstieg der Menschen über 80 bzw. 85 Jahre erwarten. Damit einhergehend ist von einer wachsenden Zahl pflegebdürftiger Menschen in allen möglichen Facetten auszugehen. Deshalb ist es notwendig sich rechtzeitig über vorhandene Angebote zu informieren, aber auch weitere notwendige Angebote zu schaffen. Geschäftsführerin Elke Krämer erläuterte die diesbezüglichen Angebote der AWO. Sie ist in Wöschbach mit der Sozialstation und Betreutem Wohnen vertreten. Ergänzt wird das Angebot durch sogenannte Betreuungsgruppen. Hier werden Menschen, die an einer leichten bis mittelschweren Demenz erkrankt sind, in Kleingruppen stundenweise betreut. Auch Essen auf Rädern und ein umfassendes Beratungsangebot gehören zu den Dienstleistungen der AWO. Über das vielfältige Angebot der Ökumenischen Diakoniestation in Söllingen informierte dessen Verwaltungsleiter, Tobias Stein. Hierzu gehören die Sozialstation, Betreutes Wohnen, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Pflegeberatung und -schulung, Hospizdienst, Demenzbetreuung zu Hause und in Betreuungsgruppen sowie das Betreute Wohnen zu Hause. Über den Pflegestützpunkt in Bretten, in dessen Zuständigkeitsbereich auch Pfinztal fällt, referierte Saskia Gladis. Der Pflegestützpunkt dient als erste Anlaufstelle in allen Fragen zu Alter und Pflege. Einmal im Monat bietet der Stützpunkt auch Sprechstunden im Rathaus Pfinztal an. Alle Referenten wiesen auf die Wichtigkeit einer Beratung hin und luden dazu ein, die entsprechenden Angebote wahrzunehmen. Über die Arbeit des Seniorenbeirats berichtete deren Vorsitzende Traudel Theune. Der Seniorenbeirat versteht sich als Interessenvertretung aller Seniorinnen und Senioren in Pfinztal sowie als Koordinationsstelle bestehender Seniorenorganisationen. Vor Entscheidungen des Gemeinderats, bei denen es um die Belange älterer Menschen geht, muss der Seniorenbeirat angehört werden.

Mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen sollen die älteren Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Gestaltung des Gemeinwohls mitwirken. Als feste Angebote haben sich inzwischen der Offene Boule-Treff, die Textilwerkstatt, die Reparatur-Initiative, der Spiele-Nachmittag und die Begleiteten Spaziergänge etabliert. Was dem Seniorenbeirat noch fehlt, ist ein eigener Raum zum Lagern seiner Utensilien. Ein weiteres Manko sieht der Beirat - ebenso wie der Behindertenbeauftragte Karl-Heinz Pieper -  im Fehlen einer barrierefreien Begegnungsstätte in der Gemeinde. Im Anschluss an die Kurzpräsentionen von AWO, Diakoniestation, Pflegstützpunkt und Seniorenbeirat bestand Gelegenheit sich an deren Infotischen in Einzelgesprächen näher zu informieren. Für Fragen rund ums Hören standen zusätzlich die Inhaber des Hörladens in Berghausen mit ihrem Infotisch zur Verfügung.  

 
 

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Martin Schulz

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Leni Breymaier

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