Die Züge rollten schon….

Veröffentlicht am 20.01.2012 in Historisches

….als am 20. Januar 1942, also vor genau 70 Jahren in der Wannsee-Villa die „Endlösung der Judenfrage beschlossen wurde.
Am heutigen Tag erinnern wir uns daher an eine der dunkelsten, wenn nicht sogar die dunkelste Stunde der deutschen Geschichte.

Auf der Wannseekonferenz wurde zwar nicht der Holocaust selbst beschlossen, denn dieser fand bereits in vollem Umfang statt, sondern die systematische, staatliche Vernichtung des jüdischen Volkes in Europa durch Deportation in die Konzentrationslager der besetzten Gebiete im Osten. Im NS-Jargon wurde hierbei von der „Evakuierung der Juden“ gesprochen.

Wir können uns heute kaum vorstellen, mit welcher bestialischen und menschenverachtenden Gewalt die Fanatiker des Nationalsozialismus systematisch jene verfolgten und vernichteten, welche keinen Platz in der perversen Welt der braunen Ideologie hatten.

Bereits vor Beginn der NS-Herrschaft hätte den Menschen klar sein müssen, was die Ziele Hitlers im Zusammenhang mit den Juden in Deutschland und Europa waren.
So konnte man dem Buch „Mein Kampf“, von Hitler während der Zeit seiner Inhaftierung geschrieben, Passagen entnehmen, welche den Wahn mehr als verdeutlichten:

„Den gewaltigsten Gegensatz zum Arier bildet der Jude.“

„Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des allmächtigen Herrn.“

In der Folgezeit vielen dem NS-Terror rund sechs Millionen Menschen zum Opfer, Menschen, welche wie jeder andere auch das gleiche Recht auf ein würdiges Leben hatten, Menschen, die mit Ihrer Tatkraft das Land nach den Wirren des ersten Weltkrieges wieder nach Vorne brachten, Menschen, wie wir, mit dem gleichen Recht auf Freiheit und Sicherheit.

Gerade als Jungsozialistinnen und Jungsozialisten ist es unsere Aufgabe nicht zu vergessen und Vergessenheit selbst nicht zuzulassen. Denken wir hierbei gerade auch an die Sozialdemokraten, die im dritten Reich nicht nur verboten, sondern ebenfalls verfolgt und hingerichtet wurden.

Wir gedenken den vielen Millionen Opfern der NS-Herrschaft und versprechen niemals zu vergessen, was geschehen ist.
Und so sagte der polnische Lyriker Zbigniew Herbert:

„Ein Volk, das sein Gedächtnis verliert, verliert auch sein Gewissen“.

Patrick Diebold - Vorsitzender

 
 

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Leni Breymaier

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